Mein zweites HelpX in Neuseeland geht zu Ende und meine nächste Reisephase beginnt. Ich kann wieder ein paar neue Eindrücke und Erfahrungen von meinen Gastgebern mitnehmen und freue mich darauf was mich beim Weiterreisen erwartet.

Viel Spaß beim Lesen.

Grüße aus Tapu,

Michael


Meine Reiseroute

Ich starte den Reiseabschnitt in Whangarei wo ich übers Wochenende bleiben will. Dort besuche ich die Whangarei Falls und erledige ein bisschen Papierkram beim AA Center. Danach geht es sonntags weiter nach Auckland zur Life Church um den Gottesdienst abends zu besuchen. Am Montag geht’s dann zum Cathedral Cove und dann von Dienstag bis Mittwoch nach Hamilton. Die Reiseplanung endet dann erst mal mit meinem Aufenthalt bei Steiger NZ im The Wharf. Donnerstags ist da ein großes gemeinschaftsessen und dann werde ich noch das Wochenende dort verbringen. Danach sieht man dann weiter. Ihr könnt gespannt auf den nächsten Newsletter sein um zu sehen wie gut meine Planung dann auch Funktioniert hat.

Was nehme ich mit von meiner Zeit bei Christine und Steve?

  • Ich bin definitiv ein erst das Frühstück und dann die Arbeit Mensch. Ein bisschen am Laptop arbeiten vor dem Frühstück ist ok.
  • So viel mir die Arbeit beim Terrasse bauen auch Spaß macht ist es kein Job den ich auf Dauer machen will.
  • Es gibt auch zu viel Alltag und Tägliche Routine.
  • Den ganzen Tag vor dem Laptop sitzen ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
  • Ich muss irgendwann mal mein eigenes Bier brauen.

Tag 40: Sonntag

Eigentlich hätte ich heute ja meinen zweiten freien Tag gehabt. Wir haben aber alle Lust auf ein BBQ und ich habe angeboten heute zu Arbeiten um Platz für den Grill zu schaffen. Wir haben aber auch nicht allzu lange gearbeitet um noch ein wenig Sonne abzubekommen. Das BBQ war sehr lecker und es war richtig entspannt draußen zu sitzen und zu essen. So langsam werde ich auch mit Christine warm und wir unterhalten uns mehr. Den Newsletter habe ich mal wieder nicht fertig geschafft. Dafür habe ich heute aber mal meine erste Bewerbung abgeschickt. Ich bin sehr gespannt ob was daraus wird.

Tag 41: Montag

Heute war noch mal ein Arbeitstag. So langsam sieht es auch wirklich aus wie eine Terrasse. Eines habe ich heute für mich realisiert. So sehr mir die Arbeit Spaß macht kann ich mir doch nicht vorstellen jeden Tag so zu Arbeiten. Ich bin halt doch nur ein Hobby-Handwerker. Ich hab heute auch gleich schon eine Antwort auf meine Bewerbung bekommen. Leider eine Absage. Als nächstes werde ich auf jeden Fall erst mal wieder ein wenig reisen. Ich denke das nächste Ziel wird vielleicht Steiger in Tauranga. Danach schaue ich mal ob ich mit dem Freelancing ein bisschen Geld verdienen kann oder ich Bewerbe mich bei einer anderen Firma.

Tag 42: Dienstag

Heute mal wieder ein freier Tag. Ich hab mich dazu entschieden heute Waitangi, den letzten Ort den ich hier anschauen will, zu besuchen. Waitangi ist die Geburtsstätte von Neuseeland. Dort wurden die Dokumente verhandelt und unterschrieben die Neuseeland zu einem Staat gemacht haben. Es gibt aber einige Differenzen und Konflikte zwischen Maori und den Engländern. Von den Dokumenten gibt es eine Maori und eine englische Version die sich ein paar entscheidenden Punkten unterscheiden. Ich hatte eine sehr interessante Führung über das Gelände und konnte viel über die Geschichte von Neuseeland lernen. Es gab auch eine Maori Aufführung die sehr beeindruckend war. Das ganze Gelände und vor allem der kleine Strand sind wunderschön. Das Nagelneue Museum fand ich dann aber nach der Führung nicht mehr ganz so spannend.

Ich habe heute meine nächsten Pläne finalisiert und werde am Freitag weiterreisen. Ich hab Kontakt mit Steiger in Tauranga aufgenommen und hab dort für das Wochenende nächste Woche eine Unterkunft. Ich hab auch angefragt, ob ich ein paar Wochen bleiben kann und irgendeine Art von Ehrenamtlicher Arbeit machen kann. Darauf habe ich noch keine genaue Antwort bekommen. Bin mal gespannt ob sich etwas ergibt. Dieses Mal gehe ich eindeutig ein wenig geplanter an die Reisezeit ran. Hab heute auf Facebook gelesen, dass das Auto von Marion (HelpX auf Waiheke) in Auckland aufgebrochen wurde. Das macht einem wieder Bewusst, dass es doch echt schnell gehen kann und jedem passieren kann. Ich hoffe, dass ich vor so etwas bewahrt bleibe.

Tag 43: Mittwoch

Freier Tag Nummer 2. morgens habe ich erst mal Steve bei einem Problem mit einem Update von seinem Webshop geholfen. Danach habe ich mich endlich auch mal getraut Steve zu fragen ob ich mit seinem Quadrokopter fliegen darf. Und ich durfte damit fliegen.  Das hat echt Spaß gemacht, aber ich muss mich noch ein wenig eingewöhnen. Heute war es sehr windig. Ich hoffe mal ich kann morgen noch mal bei besserem Wetter fliegen. Den Rest vom Tag hab ich dann Hauptsächlich vor dem Laptop verbracht. Ich hab die erste Version von der Homepage fertig gestellt. Ich warte jetzt darauf, dass jemand zweites drüber schaut. Dann ist das endlich auch mal erledigt. Was ich heute dabei realisiert habe ist, dass den ganzen Tag vor dem Laptop sitzen auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Ich brauche einfach ein bisschen frische Luft und körperliche Arbeit am Tag.

  Tag 44: Donnerstag ================== Der letzte Arbeitstag hier. Wir haben vollends die Dielen fertig bekommen. Was mir an der Arbeit am Meisten Spaß macht sind die kleinen Details in die man mehr Zeit und Aufwand stecken muss. Ich hab dann auch noch Steve weiter bei seinem Webshop-problem geholfen. Am Abend hatten wie noch mal ein leckeres BBQ.

Tag 45: Freitag

Heute war Tag der Abreise. Ich hab morgens erst Mal noch Wäsche gewaschen in der Hoffnung, dass es für die Reisezeit reicht. Am restlichen Morgen habe ich dann ganz gemütlich mein Zeug gepackt und Steve noch mal bei seinem Webshop geholfen. Ich bin dann vor dem Mittag gegangen. Der Abschied war recht schmerzfrei. Ich werde einfach nicht immer schlau aus Christine.

Ich bin dann den Statehighway 12 gefahren. Man möchte am liebsten alle 5 Meter anhalten und ein Foto machen. Einfach schöne Strecken hier zum Fahren. Beim Tane Mahuta, der größte Kauri Baum in Neuseeland, bin ich dann angehalten. Der Baum ist Atemberaubend. Das kann man gar nicht in Worte oder Bilder fassen. Man muss einfach selbst vor dem Baum gestanden sein.

Danach ging es weiter nach Whangarei. Dort bin ich dann erst mal zum AA Center gegangen um meine Autoversicherung zu korrigieren. Mein Name und E-Mail waren falsch. Das hatte die Dame am Telefon wohl falsch verstanden. Ich hab mir dann noch ein halbes Jahr kostenlose Mitgliedschaft im AA (Neuseeländischer ADAC) geholt. Das bekommt man wenn man in Deutschland Mitglied beim ADAC ist.

Als nächstes ging es dann noch kurz Shoppen. Ganz wichtig, eine richtige Pfanne kaufen. Ich hab echt Lust auf kochen. Die größte Herausforderung war dann ein neues Duschgel zu kaufen. Da steht einfach auf keinem All-in-one drauf. Wie soll ich da als Mann das richtige finden. Nachdem einkaufen ging es dann zum Zeltplatz. Ich wollte nicht den ganzen Abend dort bleiben und bin dann noch mal in die Stadt gelaufen um mich ein wenig umzuschauen. Auf dem Weg bin ich mal wieder über eine Kirche gestolpert die mein Interesse geweckt hat. Auch wenn es nicht ganz in meine Pläne für Sonntag passt werde ich morgens erst mal dort mir den Gottesdienst anschauen. Meine Erfahrungen aus Auckland sind ja ganz gut mit über Kirchen stolpern. Auf dem Campingplatz habe ich mir dann ein leckeres Essen gekocht. Endlich mal wieder genug zu essen für mich. Vielleicht auch ein bisschen zu viel. Ich bin einfach nicht gut in Portionen für eine Person zu kochen. Ich dachte, dass ich das Geheimnis von Leute auf dem Campingplatz kennen lernen das letzte Mal gelüftet hatte. Abends in der Küche kochen. Hier hat das irgendwie nicht geklappt. Es waren nur zwei Pärchen da die nicht sehr Gesprächig gewirkt haben.

Tag 46: Samstag

Heute Morgen gab es mal wieder ein gutes Frühstück mit Rührei. Die Investition in eine Pfanne muss sich ja auch lohnen. Danach hab ich meinen Rucksack gepackt und bin losgewandert in Richtung Whangarei Falls. Online waren 3 Stunden für die Strecke angegeben, Beschildert war sie mit 2 ½ Stunden und gelaufen bin ich dann 1 ¾ Stunden. Der Weg war ganz angenehm zum Laufen und schön. Nach dem x-ten Mal auf einem Bushwalk verfliegt aber so langsam der WoW-Faktor. Der Wasserfall ist der höchste den ich hier in Neuseeland bis jetzt Besucht habe. Am Wasserfall habe ich dann erst mal eine längere Pause eingelegt und ein wenig nachgedacht und gevespert. Auf dem Weg zurück bin ich dann noch mal eine Variation gelaufen und auf einen Berg mit gigantischer Aussicht über Whangarei gegangen. Auf dem Weg runter ist mir dann ein Feuerwehrmann in voller Montur und Gasflasche entgegen gekommen. Respekt, dass nenne ich mal Training. Ich hab ja schon beim Runterlaufen geschwitzt.

Zurück auf dem Campingplatz habe ich mich dann entschieden heute nicht zu Kochen und mal Neuseeländische Imbissbuden beim Feuerwerk zu testen. Ein Fehler wie sich noch herausstellt. Ich hab dann noch eine Weile am Laptop gearbeitet und Bilder sortiert und den Newsletter angefangen.

Am Abend bin ich dann zum Toll Stadium zum Guy Fawkes Feuerwerk gegangen. Das Essen bei den Ständen war im Vergleich zu den Imbissbuden die ich in Deutschland gewohnt bin echt miserabel. Bis zum Start vom Feuerwerk gab es noch Unterhaltungsprogramm mit Band und Tanzaufführungen. Das Feuerwerk selber war richtig gut und hat mir sehr gefallen. Das Geld hat sich allemal gelohnt.