Neuseeland #9 – 4 Schwaben in Neuseeland
Die Reisezeit ist vorbei und ich bin mal wieder an einem neuen Ort. So richtig habe ich noch keinen Plan was als nächstes kommt aber ich bin sehr gespannt was mich hier noch erwartet. Es gibt auf jeden Fall genügend Optionen für die nächsten Wochen.
Viel Spaß beim Lesen.
Grüße aus Tauranga,
Michael
Wo bin ich gerade?
Bay of Plenty – Tauranga – The Wharf
Was ist überhaupt Steiger und The Wharf?
Steiger ist eine Internationale Christliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat Jugendlichen in aller Welt von Jesus zu erzählen. In Neuseeland besitzt Steiger mitten in Tauranga ein 4-Zimmer Apartment. Dort leben immer drei feste Bewohner, es gibt ein Zimmer mit 4 Betten für Backpacker und es werden alle möglichen Events dort veranstaltet. Das ganze wird The Wharf Community House genannt, da so die Straße heißt. Aktuell leben hier Sarah aus den USA, Dave aus Neuseeland und Miriam aus Deutschland. Sarah ist bei Steiger angestellt und für das Community House verantwortlich. Sie zieht aber bald aus und übernimmt andere Aufgaben. Dave arbeitet als Barista und arbeitet als Freiwilliger für Steiger. Miriam hat sich eine Auszeit von ihrem Alltag genommen und arbeitet für drei Monate als Freiwillige für Steiger und reist danach noch für drei Monate durch Neuseeland.
Das Erdbeben
Bestimmt haben es einige in den Nachrichten gelesen, dass in Neuseeland Sonntagnacht ein Erdbeben der Stärke 7,5 war. Ich musste morgens erst mal Nachrichten lesen um zu wissen warum ich gefragt werde ob es mir gut geht. Das Erdbeben war in der Nähe von Christchurch auf der Südinsel. Ich befinde mich zurzeit auf der Nordinsel. Also habe ich gar nichts davon mitbekommen und mir geht es wunderbar.
Tag 47: Sonntag
Nach einem guten Frühstück heute Morgen habe ich erst Mal wieder meine Sachen gepackt und hab mein Auto auf dem Besucherparkplatz vom Campingplatz geparkt. Danach bin ich dann zum Gottesdienst in der Christian Renewal Church, die gerade mal 2 Minuten vom Campingplatz entfernt ist, gegangen. Die Türen waren bereits geöffnet und ich wurde freundlich empfangen. Es war noch recht leer und ich hab mir einen freien Platz ausgesucht. Nach ein paar Minuten kam dann auch schon der erste Mitarbeiter, Lance, auf mich zu und wir haben uns ein bisschen unterhalten. Kurz vor Beginn vom Gottesdienst hat mich dann noch eine ältere Frau vom Empfang angesprochen und es wurde nach einem anderen deutschen Ausschau gehalten. Nach dem ersten Lied gab es dann eine Begrüßungsphase und ich wurde einem älteren Herr, der vor 40 Jahren von Deutschland nach Neuseeland gezogen ist, vorgestellt. Leider hat sich daraus aber kein Interessantes Gespräch entwickelt und ich bin zurück an meinen Platz. Auf dem Platz neben mir hat sich noch jemand in meinem Alter gesetzt und wir haben noch ein bisschen geredet. Ich wurde dann gleich eingeladen nach dem Gottesdienst mit zum Mittagessen am Hafen zu gehen. Eigentlich wollte ich zuerst ablehnen, da ich noch in die Waipu Caves gehen wollte und die Zeit eh schon ein bisschen knapp war. Ich hab mich dann aber doch entschieden die Höhle ausfallen zu lassen und mit zum Essen zu gehen. Der Gottesdienst hat mir ganz gut gefallen. Die Musik war gut und die Predigt richtig genial. Wir waren dann noch 6 Leute die zum Mittagessen gegangen sind. Lance hat sogar für mein Essen gezahlt was mich sehr überrascht und gefreut hat. Wir hatten dann noch sehr gute und interessante Gespräche. Erst nach 14 Uhr bin ich dann in Richtung Auckland aufgebrochen. Ich hab noch den guten Tipp bekommen über einen anderen Statehighway zu fahren. Das ist kaum ein Umweg, aber viel schöner. Das hat sich wirklich gelohnt, denn man kommt an einem genialen Aussichtspunkt vorbei.
Ich war dann schon eine Stunde vor Gottesdienstbeginn in Auckland. Die Türen waren schon offen und ich konnte mir schon einen Kaffee hohlen. Ich wurde dann angesprochen und wir haben uns ein wenig Unterhalten. Ich durfte sogar am Teamgebet vor dem Gottesdienstbeginn teilnehmen. Dort habe ich dann auch wieder Kurt getroffen. (Kurt hatte ich schon bei meinem ersten Besuch in der Life Church kennen gelernt.) Der Gottesdienst war wieder richtig gut. Genialer Lobpreis und geniale Predigt. Nach dem Gottesdienst hab ich mich noch ein wenig mit Kurt unterhalten und bin dann ohne zu wissen wo ich schlafe in Richtung von meinem nächsten Ziel aufgebrochen. Irgendwann war ich dann Müde und bin angehalten um nach einem Platz zum Schlafen zu schauen. Ich hab dann keine 15 Minuten weiter einen Platz gefunden wo man kostenlos campen darf. Dort bin ich dann hingefahren, Auto abgestellt und geschlafen.
- Christian Renewal Church - Whangarai
- Life Church Central - Auckland
Tag 48: Montag
Der Tag heute hat erst mal mit Regen angefangen. Das ist echt doof auf einem Platz ohne einen überdachten Raum und dann noch in meinem kleinen Auto. Ich hab dann in einer kurzen Regenpause Nutellabrot gefrühstückt und hab mir einen neuen Campingplatz ausgesucht. Bei dem Wetter hat man nicht wirklich keine Lust was zu tun und ich hab mir einen Platz mit zumindest einer überdachten Küche und warmer Dusche gesucht. Ich bin dann zur Coromandel Peninsula, eine Halbinsel, gefahren. Dort hab ich dann eine warme Dusche genossen. Das war es dann auch schon fasst für den Tag. Ich hab mein Tagebuch geschrieben, Bilder sortiert und Newsletter versandt. In einer Regenpause bin ich eine kleine Runde am Strand entlang gelaufen um wenigstens ein bisschen Bewegung zu bekommen. So ein Tag an dem eigentlich nichts tut ist schon ein bisschen deprimierend und der Tag fühlt sich verschwendet an. Zum Kochen hatte ich dann keine Lust und ich bin zum Pub gegenüber vom Campingplatz gegangen. Online hatte sich das Menü richtig gut angehört. Vor Ort wurde ich dann aber richtig enttäuscht. Die Frau dort war richtig genervt von mir und dass ich es wage Essen zu bestellen. Die Hälfte vom Essen wollte Sie heute nicht machen und am Ende war es auch nur Essen zum Mitnehmen.
- Campingplatz direkt am Wasser
Tag 49: Dienstag
Der Tag heute ist sicherlich einer der kurioseren Tage in Neuseeland. Heute Morgen hat es einfach nur unangenehm gestürmt. Ich hab aber wenigstens dank Ohropax mal wieder richtig gut geschlafen. Nach einem guten Frühstück bin ich dann über Umwege zum Cathedral Cove gefahren. Meine Hoffnung, dass dort dann besseres Wetter ist, wurde erfüllt. Der offizielle Parkplatz vor Ort war bereits überfüllt und ich musste im nächsten Ort Parken und ein bisschen mehr laufen. Cathedral Cove selber ist nur ein Durchgang im Felsen und hat mich nicht wirklich begeistert. Die Strände außen rum waren dafür aber wirklich wunderschön und es hat sich gelohnt dort hinzulaufen. Ich wäre beinahe einfach ins Wasser gesprungen wenn es nicht doch noch ein wenig kalt gewesen wäre.
- Auf dem Weg zum Cathedral Cove
- Cathedral Cove
- Cathedral Cove
- Cathedral Cove
Beim Online recherchieren was man in der Gegend noch so alles machen kann bin ich über ein paar Wanderungen rund um ehemalige Goldminen gestoßen. Ich hab mich dann entschieden dort morgen hinzugehen und hab mir einen Campingplatz in der Nähe ausgesucht. Vor Ort war dann niemand an der Rezeption und irgendwie hat mir der Platz auch nicht zugesagt. Spontan hab ich mich dann entschieden doch auf eine Dusche zu verzichten und zu einem einfachen DOC (Department of Conservation) Campingplatz zu gehen. Dort hab ich erst mal gekocht. Ich werde immer besser im unterwegs kochen. Nur das mit den Portionsgrößen hab ich einfach noch nicht drauf. Nach dem Essen hat mich dann das Paar neben mir eingeladen mich dazuzusetzen. Wie sich dann rausgestellt waren das zwei sehr komische Neuseeländer. Die beiden haben gut getrunken und die Frau hat auch Gras geraucht. Ich wurde dann noch eingeladen mit zum Fischen zu gehen. Da ich noch nie Fischen gegangen bin, bin ich dann doch mal mitgegangen. Nach kurzer Zeit hat dann tatsächlich auch ein Aal angebissen. Die beiden sind aber echt ein bisschen komisch. Definitiv eine Bekanntschaft der besonderen Art.
- Mein erstes Mal Fischen
Tag 50: Mittwoch
Und es kann noch immer Verrückter werden. Als ich heute Morgen aufgestanden bin hatten meine Nachbarn schon zwei Hasen und ein anderes Tier erlegt. Ich glaube es wird Zeit zu gehen. Nach dem Frühstück bin dann zum Start vom Karangahake Gorge Historic Walk gefahren. Der Weg führt zuerst durch einen alten Eisenbahntunnel und dann entlang der alten Bahnstrecke und endet an den Ruinen eines alten Pochwerks. Den Weg fand ich jetzt nicht ganz so spannend und die Ruinen waren eher ein Schrottplatz. Ich bin dann nur einmal über den Platz gelaufen und dann den Weg wieder zurückgegangen. Ich hatte mir von dem Weg eigentlich mehr erhofft. Der nächste Versuch war denn ein kürzerer Weg der Window Walk genannt wird. Laut Beschreibung kann man dort Einblicke in den Bergbau haben. Der Weg war dann auch wirklich besser. Man konnte in alter Stollen ohne jegliche Beleuchtung laufen. Es waren zwar keine langen Stollen aber trotzdem ganz interessant. Zurück am Auto hab ich mich dann Spontan dazu entschieden nicht mehr nach Hamilton zu fahren sondern gleich schon nach Tauranga und einen Tag einfach nur zu entspannen. Ich hab dann einen schönen Campingplatz am Strand in der Nähe von Tauranga gefunden. Dort war ich dann auch kurz im Meer. Es ist schon noch ein bisschen Kalt. Auf dem Campingplatz waren gefühlt wirklich nur Deutsche. Ich bin doch nicht in Neuseeland um nur Deutsche kennen zu lernen. Umso mehr freue ich mich auf Morgen wenn ich die Leute von Steiger kennen lernen kann.
- Karangahake Gorge Historic Walk
- Karangahake Gorge Historic Walk
- Karangahake Gorge Historic Walk
- Window Walk
- Window Walk
- Window Walk
Tag 51: Donnerstag
Ich hab mich heute entschieden einfach mal nichts zu tun. Ich bin gemütlich aufgestanden, zum Bäcker und dann ganz in Ruhe gefrühstückt. Danach hab ich mal wieder mein ganzes Zeug zusammengepackt und zum bin zum nächsten W-LAN Hotspot gefahren. Dort hab ich dann erst mal mit Rüdi, einem guten Freund aus Deutschland der gerade in Neuseeland ist, telefoniert und er kommt morgen auch in Tauranga vorbei. Freue mich schon richtig darauf bekannte Gesichter zu sehen. Nach einer Stunde am Laptop wollte ich dann doch noch was machen und bin ins Stadtzentrum gefahren. Dort bin ich dann für einige Stunden gemütlich durchs Zentrum gebummelt. Später hab ich dann mein Zeug aus dem Auto geholt und bin zum The Wharf gelaufen. Dort hat mich dann erst mal Miriam, eine andere Deutsche, freundlich begrüßt und mir alles gezeigt. Wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten bis das Community Meal angefangen hat. Die Wohnung wurde immer voller und ich hatte ein paar gute Gespräche mit den Leuten. Sarah gehört mal wieder zu den Personen mit denen ich nicht gleich warm werde und ich mir schwer beim Einschätzen tue.
- Hafen von Tauranga
Tag 52: Freitag
Nachdem ich gestern doch einiges in der Stadt rumgelaufen bin hab ich mir heute noch mal nicht viel vorgenommen. Bis zum Abend hab ich eigentlich nur vor dem Laptop verbracht und an einer weiteren Homepage für mich gearbeitet. Vielleicht gibt es den Newsletter dann Bald doch noch auch als Onlinevariante in einem Blog zu lesen. Zwischendurch war ich ziemlich frustriert weil nichts so wirklich klappen wollte. Am Ende hat es dann aber doch funktioniert wie ich es mir vorgestellt hatte. Am Abend sind dann Rüdi und Steffi gekommen. Wirklich schön wieder bekannte Gesichter zu sehen. Am Abend war dann noch eine Veranstaltung in der Wohnung wo eine Frau über Ihr Projekt mit Upcycling (Aus alten Klamotten neue Sachen machen) berichtet. Wir sind dann noch Einkaufen gegangen und hatten ein leckeres spätes Abendessen. Danach haben wir uns noch bis spät in die Nacht gut unterhalten. Jetzt kann ich auch langsam Sarah besser einschätzen.
- Veranstaltung im The Wharf
- Abendessen mit Rüdi & Steffi
Tag 53: Samstag
Heute Morgen hieß es dann trotz spät ins Bett gehen früh aufstehen. Es geht heute mit Rüdi und Steffi nach Hobbiton (Das Filmset von Herr der Ringe und Der Hobbit). Es ist zwar nicht ganz billig aber allemal das Geld Wert. Man muss auch mal einen typischen Tag als Tourist machen. Man wird dort mit dem Bus bis nach Hobbiton gefahren, bekommt eine geführte Tour über das Gelände und am Ende gibt es noch ein Bier im Green Dragon. Danach dann mit dem Bus zurück mit kurzem halt am Souvenirshop. Alles ziemlich Durchgetaktet aber außerhalb der Hochsaison noch recht entspannt. In der Hochsaison kommen dann bis zu 3000 Besucher täglich. Alles in allem war es aber ein schönes Erlebnis und wir hatten viel Spaß. Es ist beeindruckend wie viel Arbeit dort in die Details gesteckt wurde. Am Abend konnte ich dann mal wieder mein Spätzlebrett auspacken und wir haben leckere Käsespätzle gemacht. 4 Schwaben in Neuseeland und es gibt Käsespätzle.
- Hobbiton
- Hobbiton
- Hobbiton
- Hobbiton
- Hobbiton
- 4 Schwaben in Neuseeland
