Neuseeland #13 – ... und Action!
Nachdem die letzen Wochen in Tauranga doch eher immer gleich waren, geht es jetzt wieder richtig mit Reisen los. Bis Weihnachten versuche ich möglichst viel zu sehen und viel zu Wandern. Jetzt auch wieder mit mehr Bildern.
Viel Spaß beim Lesen.
Tag 75: Sonntag
Heute ist der Tag vom Abschied in Tauranga.
Am Morgen bin ich mit Miriam erst mal in die Equippers Church gegangen. Der Lobpreis konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Die Band hat sogar mit Playback gespielt. Aber die Predigt war dafür sehr gut. Es ging um das Thema von seinem Glauben zu erzählen. Das hat mich dann noch mal dazu ermutigt meinen Text über das Thema Arbeitsmoral auch wirklich zu schreiben. Den Nachmittag habe ich dann mit dem Schreiben vom Newsletter und dem Text verbracht. Danach habe ich gepackt und bin losgefahren. Und es fällt mir immer wieder schwer einen Ort, an dem ich mich wohlfühle, zu verlassen. Das gibt mir immer dieses starke Gefühl von Ungewissheit.
Ich bin dann direkt zum Campingplatz, den ich mir für die Nacht ausgesucht habe, gefahren. Dort habe ich es dann zum Ersten mal geschafft mir ein Essen mit der richtigen Portionsgröße für mich zu kochen. Ich hab mich dann auch mal getraut und andere Leute auf dem Platz angesprochen. Neben mir war eine größere Gruppe und es hat mich interessiert, was für eine Gruppe das ist. Es war eine christliche Gruppe, die eine 10-tägige Tour mit Jugendlichen macht. Ich hab mich dann ein bisschen mit einem Leiter unterhalten und wurde auch gleich eingeladen, bei einer Kleingruppe teilzunehmen. Über meinen Glauben in Englisch zu reden ist aber gleich noch mal schwieriger als in Deutsch. Das war aber eine echt nette Gruppe und eine gute Erfahrung.
Bevor ich dann ins Bett bin, habe ich noch ein bisschen mit meiner Kamera rumgespielt und ein paar Bilder vom Sternenhimmel gemacht. Wenn man mal die Zeit für zum Fotografieren hat, macht es auch echt Spaß.
- Equippers Church
- Campingplatz
- Campingplatz
- Sternenhimmel
Tag 76: Montag
Heute stand der Sanctuary Mountain auf der Agenda. Das ist ein Berg, um den es herum Gebiete gibt, die von einem Zaun umgeben sind. Durch den Zaun kommen keine der Tiere durch, die normalerweise die einheimischen Pflanzen und Tiere von Neuseeland gefährden. Das einer der wenigen Orte, an denen man Neuseeland vor der Entdeckung durch Europäer sehen kann. Ich bin selbst aber nicht in den Teil, für den man Bezahlen muss, gegangen. Vielleicht gehe ich noch mal ein anderes mal vorbei. Mich hat es mehr auf den Berg gelockt. Das war eine ganz gute Tour, um sich mal wieder ans Wandern zu gewöhnen. Ich hatte jetzt ja fasst 3 Wochen Pause. Auf der Spitze vom Berg hatte man eine sehr schöne Aussicht.
Ich hab mir dann einen Campingplatz für die Nacht gesucht und auch einen sehr schönen und ruhigen gefunden. Zu ruhig, um andere Leute kennen zu lernen. Dafür muss man nur ein paar Meter entfernt auf einen kleinen Hügel laufen, um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen. Dort war ich dann auch nicht der Einzige. Ich bin dann noch eine Weile geblieben um noch mal Bilder vom Sternenhimmel zu machen. Nach den Bildern von Gestern hatte ich ein paar Ideen, die ich ausprobieren wollte. Manche Ideen haben sogar ganz gut funktioniert.
- Sanctuary Mountain
- Sanctuary Mountain
- Sanctuary Mountain
- Sonnenuntergang
- Sternenhimmel
- Sternenhimmel
Tag 77: Dienstag
Heute Morgen ging es zuerst nach Raglan. Mir haben zumindest alle gesagt, dass man dort vorbeifahren muss. Außer, dass es das Surferparadies von Neuseeland ist, wusste ich eigentlich nichts über Raglan. Also bin ich erst mal zur i-Site. Dort hat man mir dann ein paar Sachen zum Hinlaufen oder fahren empfohlen. Also bin ich erst mal am Strand entlang gelaufen in der Hoffnung, ein paar Leute beim Surfen zu sehen. Außer, dass es mir viel zu heiß in der Sonne war, war es irgendwie nichts Besonderes. Ich bin dann nach einer Weile frustriert umgedreht. Raglan selber hat mich auch nicht besonders vom Hocker gehauen. Also bin ich dann weiter zur nächsten Empfehlung der i-Site. Auf dem Weg hab ich dann auch tatsächlich mal einige Surfer gesehen. Ich kann mir schon vorstellen, dass wenn man surft, Raglan ein Paradies ist. Ich bin dann noch zu einer Aussichtsplattform, wo man einen schönen Blick auf die Küste hat.
Ich hab schon den ganzen Tag diesen einen Berg im Blick. Auch wenn es mittlerweile schon Mittag war, konnte ich es einfach nicht lassen doch noch den Berg zu besteigen. Natürlich hab ich mich davor informiert, ob es in der Zeit noch möglich ist. Und endlich hab ich mal einen echten Berg gefunden. Es gab zwischendurch sogar Kletterpassagen und eine schöne Gratwanderung. Aber es hat sich für den Ausblick allemal gelohnt. Endlich mal was, dass sich wie eine Herausforderung anfühlt. Das ganze war dann doch einigermaßen anstrengend und ich war dann auch ganz froh wieder am Auto zu sein.
Ich bin dann einfach noch mal zum gleichen Campingplatz, wie letze Nacht gefahren. Der Lag ganz geschickt auf dem Weg. Langsam gehen mir die Ideen für Nudeln aus. Tag 3 mit Nudeln zum Abendessen. Aber es ist einfach günstig und Gut. Der Sonnenuntergang war aber heute nicht ganz so gut wie gestern.
- Am Strand von Raglan
- Surfer
- Campingplatz
- Die Küste von Raglan
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
- Wanderung auf den Berg
Tag 78: Mittwoch
Als Erstes ging es heute Morgen noch zum Wasserfall, der in der Nähe vom Campingplatz ist. Ich war heute wohl eindeutig zu spät dran. Die ersten Busse sind schon angekommen, als ich geparkt habe. Auch wenn ich bereits einige Wasserfälle in Neuseeland besucht hatte, hat sich dieser sehr gelohnt. 55 Meter können sehr beeindruckend sein.
Danach bin ich in Richtung Three Sisters und Elephant Rock gefahren. Man unterschätzt die Fahrtzeiten in Neuseeland wirklich sehr stark. Ich bin dann natürlich zur falschen Zeit dort gewesen und konnte nicht während der Ebbe rauslaufen. Dafür habe ich dann noch einen guten Aussichtspunkt gefunden. Aber das wird sicherlich nicht mein Highlight von Neuseeland. Das eigentliche Highlight war dann die Fahrt zum Campingplatz. Mal wieder hat es auf der Karte nach einer deutlich kürzeren Fahrt ausgesehen. Nachher waren es 2 Stunden für 100km. Mehr als die Hälfte der Strecke war nur eine Schotterpiste und es ging ständig um Kurven und bergauf und bergab. Ich hatte zwischendurch dann auch Angst, dass mein Sprit alle geht. Auf der Strecke war dann auch noch einige Zeit eine Schafherde vor mir. Das ist halt Neuseeland. Der Campingplatz war aber wunderbar am Fluss gelegen und schön ruhig. Außer mir waren nur drei andere Autos da.
Auf dem Campingplatz hatte ich heute das erste mal in Neuseeland das Gefühl von echter Freiheit. Schwer zu beschreiben, aber vielleicht kann sich der ein oder andere ja was darunter vorstellen.
- Wasserfall
- Three Sisters & Elephant Rock
- Die Straße zum Campingplatz
- Die Straße zum Campingplatz
- 'Freiheit'
- Abendessen
Tag 79: Donnerstag
Das Wetter heute war alles andere als überzeugend. Ich bin dann morgens erst mal zur nächsten i-Site um mir ein paar Empfehlungen bei dem Wetter geben zu lassen. Mir wurde dann ein kurzer Weg in der Nähe empfohlen und dann einfach mal in den Tongariro National Park zu fahren um dort ein paar kürzere Wege zu laufen. Der erste Weg in der Nähe war richtig schön und hat Spaß gemacht. Das Wetter hat auch gehalten. Danach bin ich dann zum teuersten DOC Campingplatz, den ich bis jetzt gesehen habe, gefahren. 13$ für ein Plumpsklo. Es war bewölkt, hat geregnet und alles war neblig, als ich angekommen bin. Einfach kein schönes Wetter. Ich bin dann trotzdem noch ein Stück gelaufen, bis es mir zu matschig wurde. Auf dem Weg hab ich dann mal wieder ein paar Leute getroffen, die die Wanderung vom nördlichsten zum südlichsten Punkt von Neuseeland machen. Am Campingplatz war ich immer noch der Einzige und ich hab mir erst mal Essen gemacht. Natürlich Nudeln. Dann sind auch so langsam die ersten anderen eingetroffen. Zuerst kamen natürlich zwei Deutsche. Danach kam ein paar aus Israel. Es ist immer wieder spannend, zu sehen, wie groß der Unterschied zum Teil zwischen Medienberichten und Berichten von Einheimischen ist. Die beiden haben mir dann sogar noch was von ihrem Essen abgegeben. Es ist dann tatsächlich auch noch die Sonne rausgekommen und ich bin noch mal losgezogen. Und auf einmal war da ein Berg. Ein sehr beeindruckender Anblick. Ich hab dann noch ein bisschen gelesen und hab dann mein Auto zum Schlafen umgeparkt. Jetzt war der Platz auch ganz schön voll.
- Kleine Wanderung
- Kleine Wanderung
- Kleine Wanderung
- Kleine Wanderung
- Am Campingplatz
- Mt. Ruapehu
Tag 80: Freitag
Manche Menschen Reisen in 80 Tagen um die Welt, ich hab es nur bis Neuseeland geschafft. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Heute Morgen war ich einer der Letzten, die gegangen sind. Alle anderen haben vermutlich das gute Wetter genutzt, um das Crossing zu machen. Ich bin dann zum Information Center und hab erfahren, dass am Sonntag, wenn ich das Crossing mit Steffi Rüdi machen könnte, sehr schlechtes Wetter vorhergesagt ist. Ich hab mir dann noch eine Tageswanderung empfehlen lassen. Der Weg war ganz schön und man hatte immer den „Schicksalsberg“ aus Herr der Ringe und Mt. Ruapehu im Blick. Das Ziel waren zwei Seen. Alles in allem eine tolle Wanderung, aber „nur“ 5 Stunden. So richtig ausgelastet und herausgeordert fühle ich mich nicht. Immer wenn ich den Mt. Ruapehu sehe habe ich einen Ohrwurm vom Watzmann von Wolfgang Ambros und will gerne auf den Berg hoch. Ich hab mich dann noch mal in der i-Site beraten lassen und bin dann nach Turangi gefahren. Auf dem Weg habe ich dann noch kurz einen See umrundet. War aber nix Besonderes. Und dann endlich nach 3 Tagen hab es mal wieder eine Dusche. Was für ein herrliches Gefühl. Am Abend hab ich dann noch ein wenig mit zwei Jungs aus Australien über dies und das geredet.
- Wanderung
- Wanderung
- Wanderung
- Wanderung
- Wanderung
- Wanderung
- Abwechslung beim Abendessen
Tag 81: Samstag
Am Morgen habe ich dann in der nächsten i-Site endgültig erfahren, dass es nichts mit dem Crossing morgen wird. Es wird Schnee erwartet. Das Wetter war heute sehr unbeständig und die i-Site hatte auch keine guten Tipps auf Lager, die nicht gerade teuer sind. An solchen Tagen ist es dann immer schwer, seine gute Laune zu behalten. Da fühlen sich die Tage dann immer gleich verschwendet an. Ich bin dann auf zwei Optionen gekommen. Entweder ich fahre für den Rest vom Wochenende nach Taupo, oder ich fahre nach New Plymouth. Ich hab in beiden Orten gute Kirchen für den Sonntag gefunden. Ich bin dann erst noch eine kleine Runde in Turangi am Fluss entlang gelaufen. Und natürlich hat es zwischendurch angefangen zu Regnen. Danach habe ich mich entscheiden nach Taupo zu fahren und dort die Kirche mal anzuschreiben, um zu fragen, ob jemand ein Bett für mich hat. Leider hat mir nie einer geantwortet. Es war aber auch recht spontan. Dafür habe ich im Taupo dann einen kostenlosen Campingplatz direkt am See mitten in der Stadt gefunden. Als ich in Taupo angekommen bin, war erst mal noch ein großes Event, der Iron Man. Da waren alle so sportlich :). Ich bin dann erst mal wieder zur i-Site um zu schauen, was ich machen kann. Mir wurde dann die kurze Wanderung zum Wasserfall empfohlen. Dort bin ich dann auch hingelaufen und es hat natürlich angefangen ordentlich zu Regnen.
Bei dem Wetter hatte ich dann auch keine Lust draußen zu Kochen und bin abends zum Burger Fuel. Eigentlich habe ich für mich ja die Regel, dass ich keine Fast Food Ketten Besuche solange ich Reise. Aber da es Burger Fuel bei uns nicht gibt, ist es dann doch ok.
- Wanderung am Fluss
- Wanderung am Fluss
- Pause auf der Fahrt
- Wasserfall
- Abendessen
- Auf dem Weg zum Schlafen
