Heute kommt der Newsletter mal wieder mit etwas Verspätung. Ich hab es mittlerweile auf die Südinsel rüber geschafft und mache gerade ein HelpX direkt am Abel Tasman Park – wunderschöne Landschaft.

Viel Spaß beim Lesen.

Grüße aus Marahau,

Michael


Tag 110: Sonntag

Heute habe ich mir seit Langem mal wieder einen Wecker gestellt, um nicht zu verschlafen. Nach dem Frühstück ging es dann auf nach Wellington. Zuerst bin ich zur Karori Baptist Church gefahren. Dort hab ich dann Roseanne wieder getroffen und ihren Mann und die beiden Mitbewohner kennengelernt. Der Gottesdienst war ganz gut und es war mal spannend, nicht nur die großen Kirchen zu besuchen. Jetzt hab ich auch mal ein paar alte englische Kirchenlieder kennengelernt. Nach der Kirche sind dann noch einige von der Kirche zusammen in einen Park gegangen für ein Picknick. Wir waren noch kurz einkaufen und sind dann auch in den Park. Dort konnte ich mich dann noch mit ein paar Leuten unterhalten. Nach dem Picknick ging es dann zum Haus und ich hab die Zeit genutzt, meinen Newsletter anzufangen. Zum Abendessen waren wir dann woanders eingeladen. Wir haben alle Reste aus dem Kühlschrank von hier mitgenommen und daraus ein leckeres Essen improvisiert. Nach dem Essen haben wir dann noch ein richtig lustiges Spiel gespielt. Endlich mal ein Spiel, das Smartphones gut mit einem Gruppenspiel verbindet. Moderne Technik und trotzdem ein soziales Miteinander.

Tag 111: Montag

Zuerst habe ich heute Morgen meinen Newsletter fertiggemacht. Danach wurde ich ein Stück mit in die Stadt genommen. Als Erstes habe ich das Nationalmuseum, Te Papa, besucht. Am meisten hat mir dort die Ausstellung „Gallipoli – The scale of our war“ beeindruckt. Gallipoli war der erste Feldzug von Neuseeland im Ersten Weltkrieg. Die Neuseeländer sind wirklich sehr gut im Kreieren von Ausstellungen über den Krieg. Als Nächstes bin ich dann in die Cuba Street, eine bekannte Einkaufsstraße in Wellington. Dort habe ich mir einen Snack gegönnt und guten Straßenmusikern zugehört. Das nächste Ziel war dann das Wellington Museum, ein Museum über die Stadtgeschichte. Ein sehr interessantes Museum. Ich bin dann zurück zum Haus gelaufen. Ich dachte ja schon, dass Auckland sehr hügelig ist, aber in Wellington muss man schon fast ein Bergsteiger sein. Dafür gibt es auf dem Weg immer wieder schöne Aussichten.

Tag 112: Dienstag

Nachdem dann heute Morgen eine allgemeine Aufbruchsstimmung war, da ja auch alle heute ausziehen, bin ich dann auch recht bald schon gegangen. Als Erstes ging es zum Weta Cave. Das ist eine Ausstellung der Firma Weta Workshops, die wiederum Filmrequisiten für Filme herstellt. Unter anderem natürlich auch für Herr der Ringe. Ich dachte zuerst, dass ich eine Führung mache, aber es gab dann auch eine kostenlose Filmvorführung mit einer kurzen Dokumentation über die Arbeit. Nachdem ich mir das angeschaut hatte, war ich dann eigentlich auch schon zufrieden und hab mir die Führung gespart. Danach ging es dann auf den Mt. Victoria, einem schönen Aussichtspunkt in der Stadt. Als ich dann genug von der Aussicht hatte, bin ich zur Hafenpromenade und hab dort noch eine Weile entspannt und gelesen. Dann ging es auch schon zur Fähre auf die Südinsel. Die Fähre nach Waiheke Island ist winzig im Vergleich. Hier gibt es zwei Parkdecks und zwei Passagierdecks mit Restaurant und Bar. Dort habe ich dann auch leckere Fisch & Chips zum Abendessen gegessen. Die Überfahrt dauerte fast 3 1/2 Stunden. Trotzdem sieht man gefühlt die meiste Zeit Land. Das Fiordland hat mich aber nicht ganz so vom Hocker gehauen, wie ich nach den Erzählungen eigentlich erwartet hätte. Trotzdem natürlich wunderschön. Bei der Ankunft war ich dann schon recht müde und ich bin direkt zum Campingplatz gefahren. Dort hatte ich dann Glück und hab einen der letzten freien Plätze bekommen. Der war zwar alles andere als eben und direkt neben dem Klo, aber ich wollte nicht mehr nach einem anderen Platz schauen.

Tag 113: Mittwoch

Nach dem Frühstück heute Morgen hab ich dann meinen nächsten Freelancing Auftrag bekommen. Nur wie es halt so üblich ist, muss die erste Version schon am Samstag fertig sein. Dafür hätte ich eigentlich um es gemütlich angehen zu können zwei Wochen Zeit haben wollen. Aber so ist das halt mit den Kunden. Da muss ich halt die nächsten Tage ein bisschen mehr nebenher Arbeiten. Danach bin ich dann in Richtung Abel Tasman Park gefahren. Ich dachte ja schon, dass die Straßen auf der Nordinsel kurvig waren, aber im Vergleich zu der Straße hier, waren alle anderen Straßen Kerzengerade. George, mein neuer HelpX Gastgeber, hat ein Bed & Breakfast direkt am Abel Tasman Park. Eine wunderschöne Lage. Ich hab dann zuerst noch Vesper bekommen und dann wurde mir alles gezeigt. Mein Raum ist ein bisschen entfernt und ohne eigenes Bad, aber das ist halb so wild. Heute musste ich noch nichts Arbeiten und ich bin erst mal an den Strand und eine Runde geschwommen. Das Wasser war angenehm warm. Zurück bin ich dann eine große Runde am Strand entlang gelaufen. George hat ein wunderbares Abendessen gekocht und es war noch ein Freund da mit dem wir noch eine Weile geredet haben.

Tag 114: Donnerstag

Weil heute mein erster Tag war, hab ich sogar die ganze Palette an Frühstück inklusive Poached Egg bekommen. Endlich mal wieder eine Abwechslung zum immer gleichen Frühstück während dem Reisen. Heute haben wir gemeinsam einen Baum beschnitten und ich durfte die ganzen Äste wegschleppen. Nach gerade einmal 3 Stunden war es dann aber auch schon genug Arbeit für den Tag. Nach mit Vesper bin ich dann in den Abel Tasman Park ein wenig entlang dem Inland Track bis zu einem schönen Aussichtspunkt gelaufen. Abends gab es wieder leckeres Abendessen und ich hab noch einiges Stunden an dem Freelancing Projekt gearbeitet.

Tag 115: Freitag

Leichte Arbeit für heute – Im Garten für ein wenig Ordnung sorgen und alte Blüten abschneiden. Schwups, und schon ist die Arbeit vorbei. Ich hab dann noch eine Weile an meinem Projekt gearbeitet und bin dann noch in den Abel Tasman Park gelaufen. Dort bin ich zu einer wunderschönen Bucht und hab mich einfach nur an den Strand gelegt und entspannt. Eigentlich ist das ja gar nicht meins, aber heute war es einfach richtig gut. Zum Schwimmen war es mir heute aber irgendwie dann doch zu kalt. Heute musste ich für mich selbst kochen, weil George nicht da war. Speck mit Bohnen und Bratkartoffeln – lecker!

Tag 116: Samstag

Der Job für heute – Unkraut aus dem Gemüsegarten entfernen. Nicht gerade meine Arbeit, vor allem in der prallen Sonne. Dann ist das Ganze auch noch sehr langsam, mühselig und man weiß, dass es eigentlich total hoffnungslos ist. Nach dem Mittag habe ich dann wieder für mich gearbeitet und bin dann noch mal zu einer anderen Bucht gelaufen. Heute konnte ich aber nicht ganz so entspannen, da mich alle möglichen Tiere stechen wollten. Nach dem Abendessen hab ich dann noch mal einige Zeit an meinem Projekt gearbeitet, um rechtzeitig fertig zu werden.