Neuseeland #22 – Wandern und noch mehr Wandern
Nach zwei Wochen mit jedem Tag einer Wanderung habe ich heute einmal einen Ruhetag eingelegt, bevor es morgen wieder auf Steward Island weitergeht. Das Wandern hier macht mir einfach richtig Spaß und ich genieße jede Gelegenheit zum Wandern. Heute gibt es auch wieder viele Bilder von meinen Wanderungen.
Viel Spaß beim Lesen.
Grüße aus Invercargill,
Michael
Tag 137: Samstag
Das Wetter hat gehalten und ich konnte gemütlich draußen Frühstücken. Als Morgensport bin ich dann noch auf den Berg hinterm Zeltplatz hochgelaufen. Zwar bin ich nicht ganz nach oben, aber bis zur ersten schönen Aussicht. Bevor ich dann losgefahren bin, hab ich mich noch mit dem Camp Warden Unterhalten und nach dem schöneren Weg nach Queenstown gefragt. Die Frau war wirklich nett und hat mir exzellente Tipps gegeben. Wir haben uns dann noch eine Weile über dies und das Unterhalten. Nicht immer wenn man hier einheimische fragt, bekommt man auch eine einheimische Antwort. Ich bin dann über einen wunderschönen Pass nach Queenstown gefahren. Queenstown ist eine wirklich hektische Stadt und ich hab nur kurz vor Queenstown eingekauft und in der Stadt selber nur schnell meine Tickets für den Great Walk abgeholt. Danach ging es dann nach Glenorchy zu einem Campingplatz. Teurer als erwartet, dafür aber noch mal eine Dusche vor dem Wandern. In der Küche hab ich dann auch noch ein paar deutsche kennengelernt. Mit denen hab mich dann den Abend über Unterhalten. Einer davon kann mich morgen dann auch mit zum Start vom Routeburn Track mitnehmen. Ein Problem gelöst. Dieses Mal habe ich mein Essen für die Wanderung richtig gut vorbereitet und jede Mahlzeit schon mal portioniert und extra verpackt. Ich freue mich schon richtig drauf, meine neuen Ideen auszuprobieren. Der Campingplatz hat auch gutes Wlan und ich konnte meinen Newsletter schreiben.
- Aussicht am Campingplatz
- Wunderschöne Straßen
- Pass nach Queenstown
- Pass nach Queenstown
- Wunderschöne Straßen
- Wunderschöne Straßen
Tag 138: Sonntag
Heute Morgen ging es dann mit besserem Wetter wie erwartet los. Mich hat der andere Deutsche dann morgens mit zum Start vom Routeburn Track mitgenommen und wir sind die ersten 45 Minuten gemeinsam gelaufen, bis er gemerkt hat, dass er seine Tickets im Auto vergessen hat und noch mal zurückmusste. Den Rest der Strecke habe ich dann auch alleine genossen. Der erste Teil der Strecke war ganz einfach und fast flach. Besonders beeindruckend war das klare Wasser im Bach der neben dem Weg entlangfloss. Den letzten Teil der Strecke für den Tag geht es dann eine Stunde nur bergauf. Zwischendurch gibt es dann immer wieder eine schöne Aussicht ins Tal. Wenn man dann zur Hütte kommt, sieht man zuerst einmal die Lodge. Auf den Great Walks gibt es für geführte Touren neben den Hütten oft auch Lodges. Und die sind einfach nur mächtig und luxuriös. Dort bekommt man Essen, richtige Betten und eine warme Dusche. Dafür muss man dort für den Routeburn Track aber auch etwa 1500 $ zahlen. Ich hab nur die normale DOC Hütte gebucht und zahle nur 54 $ die Nacht. Und die Hütte ist immer noch beeindruckend groß und hat beste Lage mit einem spektakulären Ausblick von der Terrasse direkt am Abgrund. Als ich angekommen bin, war außer mir schon ein Amerikaner da und der Hut Warden hat gerade geputzt. Ich bin dann mit dem Hut Warden ins Gespräch gekommen und hab noch mal ganz neue interessante Einblicke in die Arbeit vom DOC und die Great Walks bekommen. Spannend ist zum Beispiel, dass das Ziel der Great Walks auch ist, die Leute dazu zu motivieren auch einmal andere Hüttentouren zu machen, nachdem die ersten Erfahrungen bei einem Great Walk gesammelt wurden. Mir hat der Hut Warden dann auch gleich noch gute Tipps gegeben wohin ich am Nachmittag noch laufen kann. Nach meinem Vesper bin ich dann noch mal aufgebrochen, in der Hoffnung, den Harris Sattel heute mal noch ohne Regen zu sehen und ein paar schöne Aussichten zu genießen. Auf dem Weg hab ich dann auch wieder den deutschen getroffen. Ich bin dann aber nachdem es zugezogen ist und angefangen hat zu regnen doch noch vor dem Sattel umgekehrt und hab lieber noch die Bergseen besucht. Da hab ich dann auch schöne Aussichten in das Tal gehabt. Den Abend hab ich dann gemütlich im großen Aufenthaltsraum verbracht und mich gut mit dem Amerikaner unterhalten. Der Hut Warden hat mir dann noch ein Buch und eine Zeitschrift ausgeliehen mit guten Tour Empfehlungen für mich. Ein richtig cooler Typ.
- Bach am Weg
- Unten im Tal
- Auffstieg nach Oben
- Routeburn Falls Lodge
- Weg zum Sattel
- Weg zum Sattel
- Weg zum Sattel
- Bergseen
- Aussicht ins Tal
- Aussicht ins Tal mit mir
- Aussicht von der Hütte
Tag 139: Montag
Heute Morgen ist mal so gut wie keiner früh aufgestanden, da am Abend noch eine Wetterwarnung für den Morgen mit Sturm auf dem Sattel ausgegeben wurde, und der Warden die Empfehlung ausgesprochen hat, zu warten, bis um 8 Uhr 30 die Wetteraktualisierung kommt. Wir waren dann am Morgen alle erst mal freudig überrascht, da das Wetter deutlich besser aussah als angenommen. Ich hab dann gefrühstückt und meinen Rucksack gepackt. Gemeinsam mit dem Amerikaner bin ich dann in das Abenteuer aufgebrochen. Kurzusammenfassung: 6 Stunden und 15 Minuten im Regen laufen. Wir hatten zwar nicht die besten Ausblicke, dafür waren aber die Wasserfälle umso beeindruckender. Meine Kamera hab ich aber schon nach der ersten Stunde in den Rucksack gepackt. Am Ende war es dann mit dem Wetter dann doch ganz schön eine Herausforderung. Zwischendurch hat es so gestürmt, dass der Regen angefangen hat wehzutun. Pause gab es nur eine kurze in einer Hütte auf dem Weg und trocken wurde man da auch nicht. Meine Klamotten waren klatschnass und gegen Ende hat auch meine Jacke aufgegeben und hat das Wasser durchgelassen. Arg viel länger hätte der Tag dann auch nicht mehr sein dürfen. Wir waren dann ganz froh es bis zur Hütte geschafft zu haben und zu trockenen Klamotten wechseln zu können. Ich hatte am Morgen noch den Geistesblitz, meinen Schlafsack in einen Müllbeutel zu packen. Das hat sich ausgezahlt, da mein Rucksack im unteren Teil trotz Regenhülle nass war. Der Abend war dann wieder ganz gemütlich und ich hab mit ein paar Amerikaner One Night Werwolf gespielt, eine spannende Variation von dem normalen Werwolf.
Trotz des schlechten Wetters war es heute ein schöner Tag. Es war auch mal ein Erlebnis 6 Stunden lang durch den Regen zu laufen. Jetzt weiß ich, ich kann auch das.
- Wetter am Morgen
- Noch mit voller Motivation
- Regen...
- Nass aber am Ziel
Tag 140: Dienstag
Ein schönes Gefühl, wenn man morgens rausschaut und es nicht regnet. Nach dem Frühstück durfte ich dann wieder meine immer noch nassen Wanderklamotten anziehen. Kein angenehmes Gefühl. Aber wenn jeder in der Hütte nasse Klamotten mitbringt, dann gibt es kaum Hoffnung, dass alles trocknet. Zuerst bin ich dann noch ohne Rucksack auf den Key Summit gelaufen. Die Berge waren noch in Wolken gehüllt. Zwar nicht die schöne Aussicht, aber auch ein schönes Bild. Ich hab dann meinen Rucksack in der Hütte geholt und bin auf meinen eigentlich weg aufgebrochen. Nach kurzer Zeit geht es dann auf den McKellar Pass. Im Vergleich zu gestern ein herrlicher Ausblick ohne eine Wolke am Himmel. Danach geht es dann langsam runter ins Tal. Der Weg am Ende zieht sich dann noch mal ordentlich, ist aber wunderschön. Die Hütte ist gerade mal zwei Jahre alt und hat über eine halbe Million gekostet. Die Hut Wardin war wirklich sehr nett. Der Abend war dann ganz gemütlich mit ein paar anderen und einem guten Kartenspiel. Heute sind nur alle so früh ins Bett. Bin ich halt auch schon vor Sonnenuntergang ins Bett.
- Ein Morgen ohne Regen
- Die Berge in den Wolken
- Die Berge in den Wolken
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Oben auf dem Pass
- Oben auf dem Pass
- Mein Lieblingsvogel
- Unten im Tal
- Unten im Tal
- Unten im Tal
- Hütte in Sicht
- Blick aus der Hütte
Tag 141: Mittwoch
Die Nacht war erstaunlich ruhig in der Hütte. Keiner der geschnarcht hat. Zwei Stunden Fußmarsch waren für heute noch mindestens auf dem Plan bis zum Parkplatz. Nach dem Tag gestern war der Weg heute aber nicht mehr so beeindruckend. Am Parkplatz hab ich dann noch kurz gewartet, ob jemand vorbeikommt, der mich mitnehmen kann. Das wurde mir aber schnell zu blöd und ich bin einfach mal losgelaufen. Keine 10 Minuten später kam auch schon eine deutsche Familie vorbei, die mich mitgenommen hat. Die haben mich dann auch noch auf einen kleinen Abstecher ins Paradies mitgenommen. Ja, es gibt hier einen Ort, der „Paradise“ heißt. Der Name ist auch nicht ganz aus der Luft gegriffen. Es ist schon schön dort. Die Familie hat mich dann bei meinem Auto rausgelassen und ich bin nach Te Anau gefahren. Dort hab ich einen richtig schönen Campingplatz erwischt und hab erst mal geduscht und meine Wäsche gewaschen. Und hier hab ich dann auch gleich noch mal den deutschen vom Routeburn Track getroffen. Ich hab dann für morgen eine Bootstour im Milford Sound gebucht, hab mich ausgeruht und bin früh ins Bett.
- Der nächste Tag
- Der nächste Tag
- Auf ins Paradies
- Paradies
- Paradies
- Paradies
Tag 142: Donnerstag
Die Südinsel ist schon kälter als die Nordinsel. Heute Morgen war es echt frisch in meinem Auto und ich hab mir echt schwergetan aufzustehen. Ich hab den morgen dann sehr entspannt angegangen. Nach dem Frühstück hab ich noch den Great Walk auf Steward Island gebucht. Ich bin dann um 10e vom Campingplatz abgefahren und hab erst mal getankt. Ich hatte dann auch mal wieder die gute Idee meinen Ölstand zu prüfen. Wird dringend Zeit mal wieder aufzufüllen und ich hab gleich noch Öl gekauft. Dann ging es entspannt zum Milford Sound. Auf dem Weg hab ich dann auch mal ab und zu angehalten. Als ich am Ende vom Routeburn Track vorbeigekommen bin, hab ich mich spontan entschieden noch mal bei schönem Wetter auf den Key Summit zu gehen. Und es hat sich sehr gelohnt. Ein wunderbares Bergpanorama bei genialem Wetter. Danach ging es dann weiter zum Milford Sound. Alleine schon der Weg dorthin hat sich gelohnt. Einfach wunderschön. Man kommt dann durch einen coolen Tunnel und hat dann eine geniale Fahrt runter bis zum Hafen. Alleine wegen dem Weg würde ich sagen, ist Milford Sound ein absolutes Muss. Ich war dann schon ein bisschen zu früh da, hatte dafür aber keinen Stress einen Parkplatz zu finden. Das Glück scheint heute wieder auf meiner Seite zu sein. Anscheinend ist das der erste Tag im Jahr mit Sonnenschein. Ist auch ziemliches Glück bei 250 Regentagen im Jahr. Die Bootstour war dann wirklich atemberaubend. Milford Sound ist einfach unbeschreiblich. Die Dimensionen der Felsen links und rechts von einem sind kaum zu fassen. Das kostenlose Essen auf dem Boot wurde als Snack angekündigt, und ich war echt freudig überrascht, dass es dafür doch wirklich ganz ordentlich war. Andere würde das schon als richtiges Abendessen bewerben. Man wollte aber auch eigentlich keine Zeit drinnen mit Essen verbringen. Milford Sound – definitiv ein Muss. Für die Nacht bin ich dann wieder ein gutes Stück zurückgefahren bis zum ersten DOC Campingplatz.
- Auf dem Weg
- Key Summit II
- Key Summit II
- Key Summit II
- Key Summit II
- Milford Sound
- Milford Sound
- Kleiner Snack
- Milford Sound
- Milford Sound
- Milford Sound
- Milford Sound
- Milford Sound
- Der Tunnel auf dem Weg
Tag 143: Freitag
Das morgens aufstehen fällt mir in der Kälte wirklich jeden Tag schwerer. Das nennen die hier Sommer. Am Morgen in ich noch eine kleine Runde durch den Wald in der Nähe vom Campingplatz bevor ich dann aufgebrochen bin. Einen richtigen Plan für den Tag hatte ich nicht und so bin ich zuerst mal wieder nach Te Anau gefahren. Dort hab ich dann noch das Wildlife Center besucht, bevor ich dann ans Ende vom Keppler Track gefahren bin und dort mal losgelaufen bin. Der Weg durch den Wald ist richtig schön. Ich hab dann auch noch einmal den deutschen vom Routeburn Track getroffen. Danach hab ich mich dann ein ganzes Stück auf dem Weg mit einer deutschen Frau aus einer Reisegruppe unterhalten. Irgendwann hab ich mich dann aber auch wieder von der Gruppe gelöst und hab fürs Vesper eine Hütte angepeilt. Ganz bis zur Hütte bin ich dann aber nicht, da mir der Weg unter Wasser stand. Aber die Stelle davor am See war auch wunderschön. Ich bin dann zurück zum Auto und hab mir einen Campingplatz rausgesucht. Schon verrückt, dass man hier nur für eine Nacht auch mal 20 km oder mehr abseits der Straße auf Schotterwegen fährt. Der Campingplatz war dafür aber ganz schön und kostenlos. Ich bin als erster dort angekommen und hab erst mal die Ruhe genossen und mein Buch gelesen. Dort hat mich dann auch wieder mein neuer Lieblingsvogel begrüßt. Leider weiß ich schon den Namen nicht mehr. Die Vögel sind ganz nett, da Sie von Geräuschen angelockt werden und so ganz nahe an Menschen rankommen. Am Abend sind dann noch zwei weitere Autos angekommen. Es hat dann aber angefangen zu Regnen und ich bin einfach früh ins Bett.
- Morgenspaziergang
- Morgenspaziergang
- Auf dem Campingplatz
- Keppler Track
- Keppler Track
- Keppler Track
- Keppler Track
- Keppler Track
- Campingplatz
Tag 144: Samstag
Heute Morgen bin ich dann mal wieder in einer miesen Brühe aufgewacht. Mittlerweile habe ich aber aufgegeben mir übers Wetter Gedanken zu machen. Man muss so oder so immer für alle Wetterlagen gerüstet sein. Immerhin hat es aber nicht geregnet. Ich hab dann meinen Rucksack für die nächste Nacht in einer Hütte gepackt und bin losgefahren. Und auf dem Weg kam dann auch schon die Sonne bei blauem Himmel raus. Ich bin dann zum Parkplatz gefahren und losgelaufen. Der Weg ist mit ordentlichen 7 Stunden angeschrieben, ich hab aber am Ende dann nur 5 Stunden gebraucht. Ich bin ja vor allem zu der Hütte, da ich im Internet ein Bild gesehen habe und ich die Hütte einfach schön fand. Und nebenbei hatte ich noch eine Nacht nicht verplant. Man kommt dann am Ende vom Weg aus dem Wald raus und steht vor der Hütte. Das Rot ist irgendwie einfach richtig schön. Die Hütte war ursprünglich mal eine Schule von einem Holzfällerdorf. Definitiv einer der besten Hütten bis jetzt.
- Neuseelands Straßen
- Weg zur Hütte
- Weg zur Hütte
- Weg zur Hütte
- Port Craig School Hut
- Port Craig School Hut
- Port Craig School Hut
- Blick über dem Hafen
- Der ehemalige Hafen
- Das alte Backhaus
- Port Craig School Hut
