Neuseeland #27 – Zurück auf der Nordinsel
Mal wieder ein Newsletter mit etwas Verspätung. Heute habe ich Philipp auf den Flughafen gebracht und unsere gemeinsame Reisezeit ist damit auch schon wieder vorbei. Die letzten vier Wochen sind noch schneller wie sonst vergangen. Auch meine Zeit ist schon fast vorbei. Am Ende vom Monat beginnt meine Rückreise bereits. Jetzt muss ich es nur noch schaffen mein Auto für einen guten Preis loszuwerden. Aber das wird schon irgendwie noch hinhauen. Trotzdem total nervig die letzten Tage festzusitzen solange man versucht das Auto zu verkaufen. Ich will wirklich noch gerne auf Waiheke Island vorbeischauen. Immerhin habe ich auch noch Tickets für die Fähre.
Viel Spaß beim Lesen. Grüße aus Huntly,
Michael
Tag 173: Sonntag
Der gute Christ geht sonntags in die Kirche. Deswegen wollten wir eigentlich auch ursprünglich noch in Nelson bleiben. Jetzt sind wir aber schon in Picton und auch hier gibt es immerhin zwei Kirchen zur Auswahl. Wir haben uns für die Baptistengemeinde entschieden, da diese näher am Campingplatz liegt. Wir sind wieder wirklich freundlich begrüßt worden und sind gleich von ein paar Leuten angesprochen worden. Der Gottesdienst hat uns sehr gut gefallen. Der Lobpreis war richtig gut und man hat mal wieder ein paar der älteren Lobpreislieder gehört, die man bei uns zu Hause schon eine Weile nicht mehr gehört hat. Die Predigt war richtig gut gemacht und ein sehr spannendes Thema. Nachdem Gottesdienst sind wir in die Ortsmitte von Picton zu einem Café. Leckerer Schokokuchen als Mittagssnack. Danach ging es noch zum Einkaufen und zurück zum Campingplatz. Das Wetter hat nicht nur gehalten, es ist sogar noch richtig schön geworden. Heute wurde auf dem Campingplatz hauptsächlich schwäbisch gschwätzt. Wir sind mit zwei älteren Herren aus Reutlingen ins Gespräch gekommen. Die beiden sind in Rente und fahren in 3 Monaten mit dem Motorrad durch Neuseeland. Zum Abendessen haben wir uns heute mal keine Burger gekauft, sondern selbst welche gemacht. Selbstgemacht schmeckt halt doch immer noch am besten. Wir haben uns noch recht lange mit den Reutlingern unterhalten, bevor ich endlich zu meinem Newsletter gekommen bin. Am Ende war es dann Mitternacht, bis ich ins Bett gekommen bin. Das wird eine kurze Nacht. Der Wecker klingelt schon wieder um 5:45.
- Baptistengemeinde in Picton
- Selbstgemachte Burger
Tag 174: Montag
Wer kam den auf diese bescheuerte Idee, die erste Fähre morgens zu nehmen. Spät ins Bett, schlecht schlafen und dann auch noch früh aufstehen. Einfach eine schlechte Mischung. Hundemüde gab’s ein kurzes Frühstück und dann gleich zum Check-in zur Fähre. Heute war mal wieder eine etwas rauere Überfahrt und man konnte es einfach nicht so genießen. In Wellington sind wir dann als erstes zur Cuba Street um etwas zu Mittag zu essen. Danach sind wir ins Te Papa Museum. Ich hatte die Gallipoli Ausstellung beim letzten Mal zwar schon ausführlich angeschaut, aber es gibt trotzdem noch kleine Details, die man erst beim zweiten Mal sieht. Als Nächstes ging es dann zum Weta Cave. Wir hatten vergessen eine Tour im Voraus zu buchen und dachten eigentlich, dass wir nur wie bei meinem letzten Besuch und umschauen und die kurze Dokumentation anschauen. Die Frau an der Kasse war richtig freundlich und hat gemeint wir kommen eigentlich zur perfekten Zeit. Zuerst können wir die Dokumentation anschauen und dann noch zur letzten Führung vom Tag. Wir haben dann auch gleich noch eine kurze Führung durch den Shop bekommen und haben eines der teuren Schwerter für Bilder bekommen. Richtig nett. Die Dokumentation war die gleiche wie beim letzten Mal, aber immer noch interessant. Die Führung war dann aber der Hammer. Man konnte sehr gut hinter die Kulissen der Künstler sehen, die die ganzen Kostüme und Filmrequisiten herstellen und der Führer hatte richtig viel Hintergrundwissen zu den Filmen zu erzählen. Die 25 $ waren allemal gut investiert. Danach sind wir dann noch schnell zum Einkaufen, zum Campingplatz, kochen und dann Todmüde ins Bett fallen. So früh stehe ich so schnell nicht mehr auf.
- Weta Cave
- Weta Cave
Tag 175: Dienstag
Heute war mal wieder einer der langweiligen Tage, an denen wir vor allem Auto gefahren sind. Der erste Stopp war in Levin. Dort hab ich mir sagen lassen, dass der Sprit am günstigsten sei. Endlich mal wieder Sprit für unter 2 $. Blöd nur, wenn die Tankklappe vom Auto sich nicht mehr öffnen lässt. Also ein paar Meter zurückfahren und in der nächsten Werkstatt nett um Hilfe bitten. Der Mechaniker war richtig nett und hat schnell geholfen. Der Seilzug vom Öffnungsmechanismus ist wohl gerissen. Das lohnt sich nicht zu reparieren. Aber typisch neuseeländisch hat er das alles so hingebogen, dass es sich einfach mit einem Schlüssel öffnen lässt und während der Fahrt trotzdem zu bleibt. Der nächste Halt dann irgendwo auf der Strecke zu einem Vesper. In Turangi sind wir dann schließlich wieder zu einem Campingplatz, an dem ich schon zweimal war. Jetzt fällt es das erste Mal auf, wie sich die eigenen Ansprüche nach einer Weile reisen so ändern. Ich fand den Campingplatz das letzte Mal eigentlich richtig super. Philipp findet ihn aber eher etwas heruntergekommen und ohne jeglichen Charme. Jetzt wo er das so sagt, muss ich schon zugeben dass er recht hat. Die eigenen Ansprüche ändern sich halt sehr schnell. Am Abend hab ich dann noch Bilder von meinem Auto gemacht und mit Philipp zusammen einen Text zum Verkaufen entworfen. Hoffen wir mal, dass sich das Auto schnell verkauft.
- Fotoshooting fürs Auto
Tag 176: Mittwoch
Wir wollten heute eigentlich das Tongariro Crossing machen. Da wir uns mit dem Wetter aber nicht ganz sicher waren, haben wir keinen Shuttle gebucht und uns entschieden, nur die Hälfte zu laufen und dann einfach über den gleichen Weg zurückzugehen. So hätten wir bei schlechtem Wetter auch noch spontan was anderes machen können. Am Morgen war es noch recht stürmisch, aber sonst sah das Wetter eigentlich ganz gut aus. Wir sind dann zum Crossing gefahren. Ich bin es ja schon mal komplett gelaufen. Aber auch ein zweites Mal ist es noch sehr schön. Das Wetter war bis auf den stürmischen Wind eigentlich perfekt. Wir sind bis zum Red Crater gelaufen. Dort ist meiner Meinung nach auch schon das Highlight vom Crossing erreicht. Auf dem Rückweg hat dann sogar auch noch der Wind nachgelassen. Den restlichen Nachmittag haben wir dann vollends faul auf dem Campingplatz gelegen.
- Mt. Doom / Mt. Ngauruhoe
- Tongariro Crossing
- Mt. Doom / Mt. Ngauruhoe
- Red Crater
- Tongariro Crossing
- Tongariro Crossing
- Tongariro Crossing
- Lake Taupo
Tag 177: Donnerstag
Kaum zu glauben, aber das war, wenn alles so läuft wie geplant, die letzte Nacht in meinem Auto. Das letzte Mal bei Sonnenschein aufwachen, die Türe öffnen und die Sonnenstrahlen und frische Luft im Bett genießen. Schon ein bisschen ein komisches Gefühl. Das Auto ist im letzten halben Jahr mein zuhause geworden.
Die Zeit bis zum Checkout haben wir heute Mal voll ausgenutzt. Zuerst einmal ausschlafen und beim Frühstück Zeit lassen. Die Sonne hat den ganzen Morgen schon wunderbar geschienen und wir konnten das Zelt ordentlich trocknen bevor wir es zum letzten Mal eingepackt haben. Die Fahrt hat uns heute von Turangi nach Tauranga geführt. Der erste Stopp auf dem Weg war in Taupo. Dort haben wir uns die Huka Falls angeschaut. Der nächste Stopp war dann in Rotorua. Zuerst haben wir uns im Park erst mal die Light Version der geothermalen Wunder angeschaut. Danach sind wir ins Stadtzentrum zum Mittagessen. Als Nächstes sind wir dann nach Tauranga zum Mt. Maunganui. Dieses Mal nicht um hochlaufen, sondern um zum Strand zu gehen und zu schwimmen. Da kommen richtig Urlaubsgefühle auf. Danach ging es dann zum Community House von Steiger. Quasi zurück zu meinem zweiten Zuhause. Außer Dave wohnt jetzt noch eine andere Neuseeländerin im Community House. Heute war wieder Community Meal. Sehr schön wieder ein paar bekannte Gesichter zu sehen. Am Abend haben wir uns dann noch echt gut mit der neuen Mitbewohnerin unterhalten.
- Lake Taupo
- Huka Falls
- Lake Taupo
- Rotorua
Tag 178: Freitag
Auf nach Hobbiton, die Zweite. Im Gegensatz zum letzten Mal sind wir wenigstens rechtzeitig ins Bett. Wir haben wieder die erste Tour von Matamata gebucht. Beim letzten Mal war der Bus nur halb voll. Dieses Mal ist er bis auf den letzten Platz besetzt. Dadurch war die Gruppe für die Führung auch entsprechend größer. Das war beim letzten Mal entspannter und man konnte besser Bilder machen. Trotzdem war Hobbiton auch beim zweiten Mal noch echt klasse. Zurück in Tauranga sind wir dann noch ein wenig durch die Stadt geschlendert. Den restlichen Nachmittag sind wir dann auf dem Sofa versumpft. Dave hat mal wieder lecker für uns gekocht. Irgendwann konnten wir uns dann auch noch mal aufraffen und sind zum McLaren Falls Park gefahren. Dort haben wir uns die Glühwürmchen angeschaut. Einfach beeindruckend.
- I-Site in Matamata
- Hobbiton
- Hobbiton
- Hobbiton
- Hobbiton
- Hobbiton
Tag 179: Samstag
Und schon wieder heißt es Abschied nehmen von Tauranga. Dieses Mal aber zum letzten Mal. Da wir für den Tag nicht viel vorhatten, haben wir den Morgen gemütlich angegangen und erst mal ausgeschlafen. Um 11e sind wir dann erst mal zu einem zweiten Frühstück ins Café von Dave gegangen. Es war dann bereits Mittag, bis wir Tauranga verlassen haben. Das erste Ziel war der McLaren Falls Park bei Tag. Wir sind dort eine gemütliche Runde gelaufen. Danach ging es weiter zu den Blue Springs. Auch da sind wir eine Weile an klarem Wasser entlanggelaufen. Danach ging es zum letzten Ziel vom Tag. Huntly zu Rüdigers Schwester Anette. Dort verbringen wir die letzten Tage, bis Philipp schon wieder zurück nach Deutschland fliegt. Ich bleibe dann vermutlich noch ein paar Tage und versuche mein Auto schnell zu verkaufen. Bis jetzt habe ich während dem Reisen immer nur über Facebook mit Anette geschrieben. Auch mal schön sich persönlich austauschen zu können.
- Zweites Frühstück
- McLaren Falls Park
- McLaren Falls Park
- Blue Springs
