Neuseeland #29 – Bye, Bye Waiheke, Bye, Bye Neuseeland
Jetzt ist mein halbes Jahr in Neuseeland tatsächlich schon vorbei. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergangen ist. Mittlerweile bin ich schon in Sydney und hab die Stadt erkundet. Als Nächstes geht es am Montag weiter nach Singapur wo ich noch mal ein paar Tage die Stadt erkunde, bevor es dann endgültig zurück in den Flieger nach Frankfurt geht.
Viel Spaß beim Lesen.
Grüße aus Sydney,
Michael
Tag 187: Sonntag
Heute kommt es drauf an. Verkaufe ich mein Auto oder nicht. Morgens bin ich mit Anette noch mal in die Arise Church nach Hamilton gegangen. Dieses Mal hab ich mir einfach Ohropax mitgenommen. Und schon war der ganze Gottesdienst viel angenehmer. Vor und nach dem Gottesdienst hatten wir wieder gute Gespräche mit allen möglichen Leuten. Das mag ich in Neuseeland an den Kirchen auch sehr. Es lädt immer für Gespräche ein. Den Tag über hab ich dann irgendwie versucht die Zeit Totzuschlagen, bis die Auktion von meinem Auto ausläuft. Leider wurde ich da dann enttäuscht. Das Auto wurde nicht verkauft. Keiner hat geboten. Irgendwie alles etwas frustrierend. Als ich dann aber ins Bett bin, hab ich auf meinem Handy entdeckt, dass mich jemand auf Facebook versucht hat zu Kontaktieren. Ein paar Nachrichten später steht dann der Deal. Zwar mit 1250 $ deutlich weniger wie ich eigentlich erhofft hatte, aber ich bin es morgen los und bin dann auch gleich schon in Auckland für die Fähre nach Waiheke.
- Arise Church Hamilton
Tag 188: Montag
Heute muss ich meinen Rucksack dann mal wieder ordentlich packen. Eine echte Herausforderung alles wieder dort reinzubekommen. Morgens nach Auckland reinfahren ist einfach stressig. In großen Städten fahren macht mir einfach keinen Spaß. Aber ist ja auch das letzte Mal in Neuseeland. Ich hab dann meinen Käufer getroffen. Ein Backpacker aus Österreich. Er war mit meinem Auto auch zufrieden und hat mir sogar gleich das Geld auf mein deutsches Konto überwiesen. Ist das auch schon erledigt. Dann ging es mit dem Auto zum nächsten AA Center. Auto ummelden und meine Autoversicherung kündigen. Ich bekomme sogar noch Geld zurück. Auch nicht schlecht. Als wir dann endlich mit dem ganzen Papierkram fertig waren, hat er mich gleich noch zu Fähre gefahren. Eigentlich habe ich noch ein Return Ticket für mich und mein Auto, das ich umtauschen wollte. Geht aber leider nicht, da ich wohl schon einen Sonderpreis für das Ticket bekommen hatte. Muss ich mir halt ein neues Kaufen und werde das Autoticket auf Waiheke los. Auf der Insel angekommen hatte ich auch gleich Glück und mich hat jemand bis nach Onetangi gefahren. Es ist einfach schön wieder zurück zu sein und die ganzen, jetzt fertigen, Projekte zu sehen.
- Fähre nach Waiheke
- Schön, zurück zu sein
- Das fertige Projekt
Tag 189: Dienstag
Nachdem ich die letzte Woche hauptsächlich faul war, bin ich ganz froh jetzt wieder etwas körperlich zu arbeiten. Heute Morgen hab ich erst mal wieder meinen grünen Daumen ausgepackt und großzügig Unkraut rausgerissen und Gebüsch zurückgeschnitten. Nach dem Mittag gab es dann eine Pause bevor wir dann am Nachmittag noch eine Lieferung mit Brennholz bekommen haben. Die hab ich dann schon mal angefangen unters Haus zu befördern, bevor wir später dann auch noch Mal losgefahren sind und mit einigen Anhängerladungen noch anderes, frisches, Holz abgeholt haben. Ein arbeitsreicher Tag, aber macht Spaß. Nach der Arbeit schnell zur Badehose wechseln und noch kurz ins Meer springen. Jetzt hat das Wasser auch eine sehr angenehme Temperatur. Mein Abendessen musste ich mir heute selbst kochen. Das erste Mal, dass ich frischen Fisch gekocht habe. Und vermutlich bekomme ich auch nirgends so frischen Fisch wie diesen. Der wurde heute Morgen frisch von Craig gefangen. Den Fisch in der Pfanne zu machen war dann aber auch gar nicht so schwer. Und er war richtig lecker.
- Mein erster Fisch
- Sonnenuntergang
Tag 190: Mittwoch
Was für ein verregneter Morgen. Da war erst mal nix mit draußen Arbeiten. Fand ich jetzt aber auch gar nicht so schlimm. Hab von gestern noch etwas Muskelkater. Ich hab mich dann dafür aber produktiv an meine Bewerbungsunterlagen gesetzt und Craig am PC geholfen. Nach dem Mittag hat der Regen dann auch schon wieder aufgehört. Als Erstes haben wir dann die Anhängerladungen mit frischem Holz von gestern noch mit dem Traktor nach oben zum Haus gebracht. Danach hab ich das restliche Brennholz unters Haus geschafft und noch die geschnittenen Äste von gestern weggetragen. Körperlich wieder ein anstrengender Tag, aber es macht mir einfach weiterhin Spaß. Am Abend hat dann Craig wieder lecker gekocht und wir haben American History X angeschaut. Ein echt guter Film.
- Onetangi Bay
- Onetangi Bay
Tag 191: Donnerstag
Und schon haben wir den letzten ganzen Tag in Neuseeland erreicht. Die Zeit vergeht echt schnell. Das Wetter ist gut und es geht morgens gleich mit Arbeiten los. Ich habe den grünen Daumen noch mal ausgepackt und hab vollends den Rest vom Gebüsch ordentlich zurückgeschnitten. Nach dem Mittag kommt dann auch noch Mal eine ganz neue Herausforderung. Ich darf Airbnb Gäste von Craig an der Fähre abholen. Das Ganze mit Craigs Auto. Das bedeutet nach einem halben Jahr mal wieder ein Schaltwagen und das auch noch auf der falschen Seite. Ging aber erstaunlicherweise richtig gut und ich habe nie abgewürgt oder vergessen zu schalten. Am Abend hab ich dann erst noch ein bisschen gebraucht um zu realisieren, dass es jetzt echt der letzte Abend ist. Ich hatte dann noch ein gutes Gespräch zum Abschluss mit den beiden Niederländern. Die beiden haben mir auch noch ein Bier ausgegeben und mit mir angestoßen. Essen durfte ich mir auch noch mal selber machen und es gab noch mal leckeren Fisch.
- Mein Zimmer
- Der letzte Tag für die Schuhe
- Mein grüner Daumen
- Fisch die zweite
Tag 192: Freitag
Schon etwas komisch. Heute wo es nicht nur Abschied nehmen von Waiheke, sondern Abschied nehmen von Neuseeland heißt, bleibt dieses komische Gefühl, dass ich sonst immer habe, aus. Ich fühle mich heute irgendwie so komplett neutral. Am Morgen noch mal ein letztes Frühstück und den Rucksack packen. Dann geht es auch schon los. Zuerst mit dem Bus zur Fähre und dann rüber nach Auckland. Dort habe ich dann noch schnell die „Pflicht-Souvenirs“ eingekauft. Danach weiter mit dem Bus zum Flughafen. Da der Flug heute von Air New Zealand durchgeführt wird, konnte ich an den modernen Self-Check-in Schaltern ganz ohne Schlange einchecken. Schneller war das dann aber auch nicht. Bis ich endlich mein Gepäck losgeworden bin, hab ich eine ganze Weile mit der modernen Technik gekämpft. Man merkt, dass heute ein Freitag ist. Wo ich Philipp auf den Flughafen gebracht hatte, war kaum was los. Heute gibt es vor der Sicherheitskontrolle lange Schlangen. Also hab ich erst mal was zu mittaggegessen und gewartet bis die Schlange kürzer wurde. Hat dann aber trotzdem eine ganze Weile gedauert, bis ich durch die Pass und Sicherheitskontrolle durch war. Am Gate hat es dann aber auch noch Mal ein wenig gedauert, da das Flugzeug, mit dem wir fliegen sollten, Verspätung hatte. Dafür war das heute ein ganz besondere Flug. Der letzte Flug mit Passagieren und der vorletzte überhaupt für die Boeing 767-300 in der Flotte von Air New Zealand. Zu diesem Anlass waren heute nicht nur drei Captains an Board, sondern die Flugbegleiter hatten auch die erste Uniform von Air New Zealand an. Was man nicht so alles beim Reisen zufällig mitmachen darf. Der Flug war angenehm kurz und ich hab nicht einmal einen Film angeschaut. Auf meiner Flugbuchung war zwar eigentlich keine Mahlzeit vermerkt, bekommen habe ich aber trotzdem eine. Da war ich dann auch ganz froh, da ich schon wieder Hunger bekommen hatte. Vor Sydney konnte man dann noch atemberaubende Wolkenformationen betrachten. Auf Bildern kaum festzuhalten. Wir haben dann auch noch eine Schleife über Sydney gedreht und man hat die Stadt von oben betrachten können. Schon eine sehr große Stadt. Ist aber auch kein Wunder. In Sydney leben ungefähr so viele Menschen wie in ganz Neuseeland. Für Sydney hab ich mich für eine Jugendherberge entschieden, damit sich meine Mitgliedschaft auch mal lohnt. Genial großes Zimmer mit richtig viel Platz. Schon mal ein guter erster Eindruck. Nachdem ich in der näheren Umgebung nichts Passendes zum Essen gefunden habe, bin ich einfach ins angeschlossene Café gegangen. Wie ich finde, fängt jede gute Reise mit einem Burger an. Also auch diese.
- Bye, Bye Waiheke
- Bye, Bye Waiheke
- Der vorletzte Flug der Boeing
- Ich im Flugzeug
- Blicke aus dem Fenster
- Blicke aus dem Fenster
- Blicke aus dem Fenster
- Blicke aus dem Fenster
- Blicke aus dem Fenster
- Flugzeugessen
- Ausblick vom Balkon
- Mit einem Burger fängt die Reise an
Tag 193: Samstag
In Neuseeland hat sich, glaube ich, schon wirklich ein Gewöhnungseffekt eingesetzt. So viele neue Eindrücke und Erlebnisse hatte ich im letzten Monat gefühlt nicht.
Mit der kleinen Zeitverschiebung zwischen Neuseeland und Sydney kommt man noch ganz gut zurecht. Ich bin zwar etwas früher aufgewacht, aber noch nicht zu früh. Das Frühstück, das ich mitgebucht habe, ist zwar einfach, aber reicht auch vollkommen aus. Einen genauen Plan für den Tag heute gibt es nicht. So erkunde ich Städte aber auch am liebsten. Eine grobe Richtung aussuchen und einfach davor sich grob Einlesen, was man alles anschauen könnte. Dann einfach mal loslaufen und schauen, was so kommt. So bin ich als erstes beim Hyde Park rausgekommen. Direkt neben dem Park steht eine schöne Kathedrale, die ich mir dann angeschaut habe. Auf dem Weg zum Botanischen Garten bin ich dann noch ins Kunstmuseum gegangen. Kunstmuseen sind ja eigentlich nicht unbedingt meins, aber es war kostenlos. Da kann man schon mal reinschauen. Ich bin auch genau zur richtigen Zeit gekommen und habe einfach eine Führung mitgemacht. Da kann ich gleich auch viel mehr mit der Kunst anfangen, wenn einer etwas dazu erzählen kann. Mit der Führung hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Durch den Botanischen Garten durch ging es dann weiter zum Opernhaus. Schon beeindruckend, aber auf den Bildern, die man so kennt, sieht es irgendwie schöner aus. Vom Opernhaus hat man auch einen guten Blick auf die Harbour Bridge. Am Hafen hab ich mir dann ein kleines Mittagessen geholt und mich auf eine Bank gesetzt. Man, sind die Vögel hier frech. Einer hätte mir fast das Essen aus der Hand geklaut. Bis zum Mittag hab ich schon alle Orte besucht, die ich mir so vorgenommen hatte. Eine Hafenrundfahrt war mir dann doch zu teuer. Google hat mir dann aber geholfen und ich hab rausgefunden, dass in einer Stunde eine kostenlose Stadtführung losgeht. Kostenlos klingt immer ganz gut. Ich hab davor mein Glück noch kurz im zeitgenössischen Kunstmuseum versucht, aber damit fange ich einfach nichts an. Also bin ich zum Start der Führung gelaufen. Die Führung war richtig gut und man hat noch mal einen ganz anderen Einblick in die Stadt und deren Geschichte bekommen. Wir sind noch mal fast 3 Stunden durch Sydney marschiert. Bei der Führung hab ich auch drei deutsche aus Bayern kennengelernt. Nach der Führung sind wir dann noch gemeinsam losgezogen. Zuerst auf eine Rooftop Bar und danach zu einem Pub zum Essen. Ich hab mich gewagt und eine Pizza mit Känguru und Emu-Fleisch probiert. Schmeckt ganz gut. Danach sind wir noch mal zum Hafen bei Nacht. Jetzt sieht die Oper auch richtig schön, aus wenn die Beleuchtung an ist. Das war ein richtig guter Abend in Sydney. Es ist was Schönes, mit neuen Leuten einfach den Abend in einer gemütlichen Runde zu verbringen.
- Hyde Park
- Kathedrale
- Sydney Skytower
- Kunstmuseum
- Kunstmuseum
- Botanischer Garten
- Botanischer Garten
- Harbour Bridge
- Opernhaus
- Kunst in der Stadt
- Rooftop Bar
- Openrhaus
- Harbour Bridge
- Harbour Bridge und Opernhaus
